HERBST - GEDICHTE - 001 von Miss Zauberblume
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Roseninsel

© Brigitte Obermaier, München, 28.08.1999

Es lockt die Insel zum verweilen.

Es lockt die Ruhe und der See.
Der Blick öffnet mit überraschender Schönheit.
Die Roseninsel,  ein romantischer Juwel.

Begegnung mit der Geschichte und der Natur
Die königliche Roseninsel ein Renommee.
Sie wurde mal Inselhofmark
oder die Fischerinsel genannt.Die Roseninsel, ein historisches Resümee

Klein und zierlich liegt sie im Wasser.
Im großen voralpinen Starnberger See.

Am Westufer, vor der Feldafinger Bucht
Die Roseninsel, ein geheimnis-umwitterndes Entree.

Sie gehört dem Freistaat Bayern.
Sie gehört den Liebenden mit treuem Herzen.
Büsche verbergen den Neid der Blicke.
Die Roseninsel, das liebliche Eiland im Starnberger See.

Herbst im Laubwald

Gedicht

© Brigitte Obermaier, München, 26.10.1999

Gereizt braust der Laubwald,
Dunkle Wolken sind aufgezogen.
Dem Spaziergänger ist es herbstlich kalt.
Der böige Wind kommt ihm nachgeflogen.

Der Wind in dieser stürmischen Zeit,
Fegt hinweg über all die Bäume.
Denke an des Jahres Vergangenheit.
Von des Glückes Lebensräume.

An den Ästen hängt, verdorrt und matt.
Schwebt herab des Laubes auf jeden Steg.
Einzeln jedes bunte Blatt
Verschwunden ist der sichere Weg.

Das Alter sich dem Herbst gleicht.
Ein rascheln ist unter meinen Füßen.
Der kahle Baum dem Wetter nicht weicht.
Der Herbst läßt Grüßen.

Die Orchidee

© Brigitte Obermaier, München, 30.04.1999

Die Kirsch- oder Pflaumenblüte,  die Orchidee, der Bambus hier.
Und die herbstliche  Chrysantheme
gehören zu den  „Edlen Vier“
Findet man die Orchidee gemalt auf einem  Bild allein.
Reinheit, Tugend und Unschuld , die Bedeutung soll sie sein

Die Dübener Heide
Gedicht von © Brigitte Obermaier, München,  23.10.1995

Durch die Dübener Heide, dem weiten flachen Land.
Begrenzt durch bunte, herbstliche Bäume.
Spazieren wir Hand in Hand.
Verzaubert die Natur, und läßt uns träumen. 

001 Herbstgedichte

Laub fällt Himmelwärts

IDer Kurschattem

Laub fällt Himmelwärts

Herbst im Laubwald

Die Orchidee

Roseninsel

Sonnenblume rank und schlank

Der Herbst lädt zum Oktoberfest ein.

 

Alsdann beichten bei der Zellermutter

Der Kurschatten
 © Brigitte Obermaier, München, 09.11.1995

Steht die Sonne hoch am Himmel.
Die Schatten sich kürzer winden.

Im Herbst ist der Natur bestreben.
Die Schatten werden länger leben.

So kann man es vergleichen
Mal länger mal kürzer, wie man es nimmt.
Die Gestalten werden nicht weichen.
Man wird von der Realität überstimmte.

Denn Abends, in Lokalen versteckt.
Da werden die Kurschatten erweckt.
Man denkt, oh das wäre schön.
Eine Begleitung neben sich zu seh'n.

Die Gedanken neu zu würzen.
Mit einem Kurschatten die Zeit verkürzen.
Man könnte sich anlehnen und träumen.
Vielleicht ist es nur ein aufbäumen.

Da versucht man in trauten Stunden.
Den Lebensmut wieder neu zu erkunden.
Beachte, es ist wie eine grüne Oase.
Sie kann zerplatzten wie eine Seifenblase.

 

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Laub fällt Himmelwärts
© Brigitte Obermaier, München, 28.10.1998


Der passionierte Kleingartler
Hat viel Arbeit im Herbst.
Da fallen die Blätter,
Leider nicht himmelwärts.
 
Vor allem die Laubbäume
Die Hinterlassenschaft macht viel Mist.
Die Entscheidung für die gefallenen Blätter lautet
Wegrechen und warten bis alles runtergekommen ist?


So wartet man auf einen starken Sturm.
Der das lästige Übel hinwegfegt im Nu.
Nun liegen die Blätter beim Nachbarn drüben.
Bei dem, der keine Bäume hat, und ich hab‘ mei Ruh‘.

 

    

 

 



 

  

 

 

 


  

  Sonnenblume

© Obermaier Brigitte, 80997 München,  29.08.1998

Rank und hoch gewachsen.

Lebt die Sonnenblume;
Auf einem dicken Stil  wird sie erwachsen.
 
Es gibt hier so wenig zu sehen.
Sprach die Sonnenblume;
Ich muß mich mal nach der Sonne drehen.

Und drehte sich , wie sie stand
Suchte die Sonnenblume; ...
Bis ihr Köpfchen die Sonne fand.


Ein ganzes Jahr war ihr gegeben.
Schmuck die Sonnenblume;
Bis der Herbst nahm ihr Leben.

Nach der Erntezeit naschen wir gerne.
Nahrhaft der Sonnenblume,
Ihre gesunden Sonnenblumenkerne. Herbstfest


 
 

Der Herbst lädt zum Oktoberfest ein.
© Brigitte Obermaier, München, 03.01.2000

Eine Belustigung für Groß und Klein.

Riesenrad und Schießbude bringen Glück.
Die Achterbahn bringt uns auf die Erde zurück.

So wie der Herbstwind ganz schnell.
Dreht sich das Kinder-Karussell.

Zuckerwatte und Geisterbahn anpeilen.
Beim Festzelt  läßt es sich verweilen.

Ein junger Man sagt zum Fräulein im Scherz.
Ich schenke Dir mein Lebkuchen-Herz.

Mit weißer Schrift steht darauf ein Satz.
Ich liebe Dich mein Schatz!
 

 

   

 Alsdann beichten bei der Zellermutter
© Brigitte Obermaier, München, 09.07.1999

Elf Saatfelder hatte mein Vater, Kornweiten genannt.
Alle elf Jahren wurde jeder Acker anders eingeplant.

Mit dem Pflug führte im Frühjahr und Herbst  mein Vater das Gespann.
Bei Egge mit den sechsundreißig wühlenden Eisenzähnen saß ich obenan.

Als wir im Herbst das steile Schachenfeld umeggten, war Vater übermütig.
Knallte die Peitsche in das Gebäume, mit Freude edelmütig.

Ich flog herunter als die Rinder  erschrocken, rasten dahin,
»Jesses, kaum ist der Kleine da, ist der Große schon hin. «
 
Dann schlug er die Hände zusammen und rief zu den Wolken empor:
»Unsere Liebe Frau Mariazell!« mit Linnenröckleins Fetzen riß er mich hervor.

Aus Zärtlichkeit und Dankbarkeit, daß ich noch lebe.
Trug er mich nach Hause, leicht verletzt an der  linken Wade das Hautgewebe.

Seit ich das erstemal die Zeller Bildchen im Gebetbuch sah.
Das Gelöbnis auf dem Feld oder im Wald  war ebenda.

Mußte mir mein Vater all das von Zell und den Priestern erzählen,
Sonnenglanz, goldene Zier, voll musizierender Engel das Bild ich wähl.

Am Tag des heiligen Michael vormittags um zehn.
Die Füße mit Unschlitt eingerieben wollten wir zur »Zellermutter«gehen.

Mit Reisekost, Haselholz und ein in graues Papier gewickeltes Sach‘
Wanderten wird durch das sonnige Mürztal, durch das abgebrannte Krieglach.

Um eine Nachtherberg, ein Löffel warmer Suppe mußte Vater betteln
Ohne ins Wirtshaus einkehren zu müssen, finanziell sich zu verzetteln.

Er hätte sein Lebtag keine Pfeife im Munde gehabt, dankte  fürs Rauchen.
»Du verhöllte Sau!« erklang, oh Schreck, Leut anlug’n, er wollts nicht gebrauchen.

»Du bist ein verdammt hinterlistiger Kampel.
Das  Redenverdrehen laß ich nicht gelten, bin kein Hampel.

»So müsset es halt gleich beichten, wenn wir nach Zell kommen«,

Riet ich - wir zogen und beteten weiter, keiner wahr vollkommen.

 

 

 




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